Reiki
Reiki ist ein Behandlungsverfahren aus der alternativ Medizin, welches vor ca. 100 Jahren in Japan von Mikao Usui entwickelt wurde. Der Name Reiki setzt sich aus Rei für den Kosmos und Ki für die Lebensenergie zusammen. Reiki versucht die Vorbeugung zu verbessern, Krankheiten zu heilen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Dabei wird durch Handauflegen die Energie von einer Person auf eine andere übertragen, während gleichzeitig Mantras intoniert werden, oder auch nur mit der Kraft der Gedanken. Dadurch ist die Wirksamkeit von Reiki bei der Heilung von Krankheiten wissenschaftlich nicht nachgewiesen, was bei esoterischen Behandlungsmethoden aber auch schwer ist. Denn das Hauptziel von Reiki ist es, eine ganzheitliche Heilung von Körper und Seele zugleich zu erreichen. Dabei wird von dem Praktizierenden und seiner universellen Energie eine Verbindung mit dem Empfangenden (Patienten) hergestellt. Dabei ist der Praktizierende nur ein Kanal für die Energie, die er in den Empfangenden leitet, wo sie sich von selber dort verteilt, wo sie gebraucht wird. Es verhilft dem Empfangenden zu einer tiefen Entspannung, stärkt die Selbstheilungskräfte und hilft dadurch, eventuell vorhandene Krankheiten schneller zu heilen. Reiki wird automatisch von Disharmonien im Körper angezogen, deshalb benötigt es keine Diagnose, keine geistigen Fähigkeiten, es kann nicht manipulativ eingesetzt werden und steht dem Eingeweihten sein Leben lang zur Verfügung, ohne dass man ein tägliches Training auf sich nehmen müsste.
Es ist ungeklärt, auf welchen genauen philosophischen oder religiösen Einfluss Reiki zurückgeführt werden kann, da nur sehr wenige, teils ungenaue ursprüngliche Fassungen der Lehre erhalten wurden. Rein oberflächlich betrachtet finden sich Ähnlichkeiten zu den buddhistischen Lehren und dem chinesischen Daoismus. Seit seiner Jugend suchte der Begründer des Reiki, Mikao Usui, eine ganz besondere Heilmethode. Dazu studierte er Schriften und Bücher über Heilmethoden aus der ganzen Welt. Als er jedoch nichts fand, begab er sich zum Fasten und meditieren auf einen heiligen Berg nahe Kyotos. Nach 21 Tagen sah er am Himmel ein helles Licht, das ihn vollständig umhüllte. So soll Usui die Reiki-Einweihung erhalten haben. Als er sich am nächsten Tag den Fuß blutig stieß und seine Hand auf die Wunde legte, wurde die Blutung gestillt und noch am selbem Tag heilte er seine Frau erfolgreich von ihren Zahnschmerzen. Usui begann das Phänomen zu beobachten und auch, es anderen zu vermitteln. Seither wird Reiki nur mündlich von einem Lehrer an den Schüler weitergereicht. Dadurch entstammen 98% der Reiki Meister aus der Uusia-Takata-Hayashi Linie. Im Westen war Frau Takata die einzige Reiki Meisterin, die bis zu ihrem Tode 22 weitere Meister ausgebildet hatte. Meister wird in diesem Zusammenhang als Lehrbefähigter gesehen.
Reiki verfügt traditionell über 3 Grade, allerdings gibt es mittlerweile auch Schulen, die sich mit anderen Systemen gemischt haben. Jedoch darf bei man bei veränderten Systemen nicht mehr wirklich von Reiki sprechen, da Usui sein System als vollständig und in sich geschlossen bezeichnet hat. Die verschiedenen Grade werden, einmal abgesehen von der Meisterausbildung, an Wochenendseminaren unterrichtet.
Mit dem ersten Grad werden dem Studenten vier traditionelle Einweihungen mitgeteilt, durch die ihm Reiki sofort zur Verfügung steht. Danach kann der Student schon Tiere. Pflanzen, andere Menschen und auch sich selbst direkt über seine Hände behandeln. Dazu wird für die täglich ausgeführte Selbstbehandlung eine bestimmte Reihenfolge von Handpositionen gelehrt. Außerdem wird bei dem ersten Grad die Geschichte des Reiki erzählt, und 5 Lebensregeln mitgeteilt.
Bei dem zweiten Grad werden zwei weitere Einweihungen gelehrt und der Student erlernt die drei wichtigen Reiki Symbole für Kraft, Verbindung und das Mentalsymbol. Damit wird es möglich jedes Energiefeld, das bekanntlich von allen Lebewesen ausgestrahlt wird, über Raum und Zeit zu behandeln. Dadurch wird der Student kein Besserer Reiki Praktikant sondern hat „nur“ wesentlich mehr Anwendungsmöglichkeiten. Dazu ist es auch von enormer Wichtigkeit sich selbst tagtäglich zu behandeln, da dies als Basis der persönlichen Weiterentwicklung dient. Für das Erreichen des zweiten Grades ist eine längere Erfahrung mit dem ersten Grad nötig sowie eine ernsthafte Auseinandersetzung mit, und, die ebenso Ernsthafte, Arbeit an sich selbst nötig.
Der dritte Grad ist der Meistergrad und wird oft in zwei Stufen unterteilt, nämlich die Ausbildung zum Lehrer und die Meisterweihung für persönliches Wachstum, obwohl es sich hierbei ursprünglich nur um einen Grad handelte. Mit dem dritten Grad darf man andere Menschen in Reiki unterrichten. Das Erreichen des dritten Grades dauert im Normalfall 1 – 2 Jahre, damit der Praktizierende sich angemessen entwickeln kann.
Da das Wirken von Reiki nicht wissenschaftlich belegt ist, werden die Kosten für eine Reiki Behandlung von den Krankenkassen nicht übernommen. Dies akzeptieren die Reiki Anhänger jedoch, da sie selber ihre Arbeit, ganz besonders bei schweren Erkrankungen, nur als Unterstützung zur wissenschaftsmedizinischen Behandlung sehen, und nicht als Allheilmittel. Es gibt auch keine festgelegte Gebührenordnung, da die Preise für eine Reiki Behandlung von Art und Dauer abhängen. Für gewöhnlich liegen die Behandlungskosten für Reiki aber in etwa in dem Rahmen einer Massagebehandlung.






